Die Odermündung
Die Odermündungsregion befindet sich zwischen Deutschland (Nordosten Mecklenburg-Vorpommern) und Polen und umfasst die Inseln Wolin und Usedom, die Pommersche Bucht und das Stettinger Haff. Letzteres ist mit der Ostsee über drei Zuflüsse (den Peenestrom, die Swine und die Dievenow) verbunden. Die Landschaft ist weit und dünn besiedelt. Auf der polnischen Seite handelt es sich um die Landkreise Kamieński, Goleniowski und Policki sowie die Städte Swinemünde und Stettin. Auf der deutschen Seite sind es die Landkreise Ostvorpommern und Uecker-Randow.
Die Küste sowie die großen Küstengewässer haben eine artenreiche - zum Teil seltene - Tier- und Pflanzenwelt. Es gibt sehr vielfältige Lebensräume auf engem Raum (Trocken- und Magerrasen, Flachwasserseen, Küstenstrukturen, Heidelandschaften, Nieder- und Hochmoore, Kiefernforste, naturnahe Wälder). Die erheblichsten Artenreichtümer sind auf den Feuchtwiesen an den Unterläufen der großen Flusstalmoorkomplexe (Peene, Uecker) zu finden. Doch auch die Salzgraslandschaften und Küstenüberflutungsmoore sind wichtige Rückzugsgebiete für zahlreiche Arten. Ein großer Bereich der Region ist mit Wald bedeckt und somit spielt Forstwirtschaft eine große Rolle. Ein Teil der Odermündungsregion ist aufgrund seines hohen ökologischen Wertes unter Schutz gestellt. (Es existieren 10 Landschaftsschutzgebiete und 43 Naturschutzgebiete.)
Die Region Odermündung hat zwei starke Gegensätze. Zum einen ist die Ostseeküste für die touristische Nutzung von starker Bedeutung (Urlaub an der Odermündung ist das ganze Jahr über möglich und bietet Touristen viele verschiedene Möglichkeiten), andererseits gibt es an den Binnenküsten und im ländlich geprägten Hinterland eine hohe Arbeitslosigkeitsquote und Abwanderungstendenzen. Zunächst angestiegen beispielsweise seit 1997 ist die Zahl der Selbständigen im gewerblichen Bereich, welche jedoch seither wieder kontinuierlich abnimmt.